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Sind Eicheln giftig für Hunde?

18. September 2025, von. Daphne

Der Herbst ist eine wunderschöne Jahreszeit, um mit deinem Hund durch den Wald zu spazieren. Vielleicht sogar die schönste! Die Blätter verfärben sich, die Luft ist herrlich frisch, und überall liegen Pilze, Kastanien und Eicheln. Herrlich, oder?

Wir genießen diesen Anblick sehr, aber leider gibt es im Herbst auch viele Dinge, die für deinen Hund gefährlich sein können. Schon vom Risiko der Eicheln gehört? Viele Hunde sind neugierig und knabbern gern daran. Aber sind Eicheln für Hunde giftig? Und was solltest du tun, wenn dein Hund Eicheln gefressen hat? In diesem Blog erfährst du alles, was du wissen musst.

Was passiert, wenn ein Hund Eicheln frisst?

Mein Hund frisst Eicheln, was nun? Sobald der Herbst beginnt, fallen wieder die Blätter von den Bäumen, und überall liegen Eicheln auf dem Boden. Vielleicht hast du deinen Vierbeiner schon dabei ertappt, wie er neugierig zwischen den Blättern schnüffelt. Darunter liegen oft die Eicheln, die mit den Blättern zu Boden fallen. Sie wirken wie harmlose kleine Snacks aus der Natur, aber das Gegenteil ist der Fall! Eicheln sind für Hunde nicht geeignet. Doch was passiert im Körper deines Hundes, wenn er Eicheln frisst? Schauen wir genauer hin!

Giftstoffe

Der gefährlichste Stoff in Eicheln sind Tannine (Gerbstoffe). Diese befinden sich nicht nur in den Eicheln selbst, sondern auch in den Blättern, der Rinde und den Knospen der Eiche. Alles, was Tannine enthält, ist für Hunde giftig. Die Antwort auf die Frage, ob Tannine giftig ist, lautet also eindeutig: JA!

Nimmt dein Hund eines oder mehrere dieser Dinge auf, können die Därme gereizt oder die Magenschleimhaut geschädigt werden. Mehr zu den Symptomen einer Eichelvergiftung folgt gleich.

Eicheln bestehen außerdem aus einer Schale und einem Hütchen. Beides ist für Tiere schwer verdaulich. Zudem können diese Teile anfangen zu schimmeln oder Feuchtigkeit ziehen, wodurch sich Schimmelpilze und Mikroben bilden, die zusätzliche Toxine freisetzen. Dann wird es gleich doppelt gefährlich!

Wenn ein Hund Eicheln gefressen hat, können die ersten Beschwerden schon innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag auftreten – abhängig davon, wie viele Eicheln er gefressen hat, wie giftig diese waren und wie groß der Hund ist. Häufige Symptome sind:

  • Erbrechen, manchmal mit Blut
  • Durchfall
  • Starker Speichelfluss
  • Bauchschmerzen oder Unruhe
  • Schlappheit und weniger Energie
  • Verminderter Appetit

Worauf solltest du noch achten?

Neben der chemischen Vergiftung besteht auch ein Risiko durch Verschlucken oder Verstopfungen im Magen-Darm-Trakt, wenn der Hund größere Stücke Eichel verschluckt. Die harte Schale kann die Schleimhaut verletzen oder sich festsetzen.

Aber nicht alle Eicheln sind gleich gefährlich. Unreife (grüne) Eicheln enthalten in der Regel mehr Tannine als reife (braune). Auch die Menge, die dein Hund frisst, seine Größe und seine allgemeine Gesundheit spielen eine Rolle. Ein kleiner Hund kann schon durch wenige Eicheln ernsthafte Beschwerden bekommen, während ein großer Hund manchmal nur leichte Symptome zeigt.

Frisst dein Hund ein oder zwei Eicheln, treten oft nur leichte Symptome wie Bauchschmerzen oder Übelkeit auf. Frisst er jedoch mehrere Eicheln – besonders grüne, unreife – oder über längere Zeit, steigt das Risiko schwerwiegender Symptome erheblich.


Wie gefährlich sind Eicheln für Hunde?

Fassen wir alles bisher Gesagte in einem Satz zusammen: Dürfen Hunde Eicheln fressen? Nein.
Aber bedeutet das automatisch, dass jede Eichel sofort lebensgefährlich ist? Nicht ganz. Nicht alle Eicheln oder Teile der Eicheln sind gleich giftig.

Das Risiko hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Giftstoffe: Eicheln enthalten Tannine (Gerbstoffe). Bei Aufnahme größerer Mengen oder regelmäßig (z. B. bei jedem Spaziergang) können Entzündungen im Magen-Darm-Trakt entstehen und sogar Schäden an Leber und Nieren.
  • Mechanische Risiken: Das Hütchen und die harte Schale einer Eichel können Erstickungsgefahr oder eine Verstopfung im Magen oder Darm verursachen, besonders wenn der Hund die Eichel ganz verschluckt oder wenn es sich um kleinere Hunde handelt.
  • Menge der Aufnahme: Eine oder wenige Eicheln führen bei großen, gesunden Hunden oft nur zu leichten Symptomen. Doch bei größeren Mengen – besonders grünen, unreifen Eicheln – steigt das Risiko deutlich.
  • Zeit bis zur Behandlung: Je länger der Hund Symptome zeigt, ohne behandelt zu werden, desto größer das Risiko für Austrocknung, Organschäden (Nieren, Leber) und weitere Komplikationen.

Fazit: Eicheln sind für Hunde giftig und stellen gleich mehrere Gefahren dar. Schon kleine Mengen können Symptome auslösen – je nach Größe, Gesundheit und Konstitution deines Hundes. Bleib also wachsam, besonders im Herbst, und verhindere, dass dein Hund Eicheln frisst.

Erkennung des Schweregrads

  • Mild: Dein Hund hat einmalig ein paar Eicheln gefressen, keine oder nur leichte Symptome wie etwas Magenbeschwerden oder weicher Stuhl.
  • Mittel: Es wurden mehrere Eicheln gefressen. Symptome treten auf wie Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, verminderter Appetit, Antriebslosigkeit und eventuell auch Dehydrierung.
  • Schwer: Dein Hund hat eine große Menge Eicheln gefressen, wiederholt Eicheln aufgenommen oder es gab eine Verzögerung bis zur Behandlung. Risiko für Leber- und Nierenschäden, Schock, in seltenen Fällen sogar Tod.


Was sind die Symptome einer Eichelvergiftung beim Hund?

Wenn ein Hund Eicheln gefressen hat, können die ersten Beschwerden schon innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag auftreten – abhängig davon, wie viele Eicheln gefressen wurden, wie giftig sie waren und wie groß der Hund ist. Hier sind die häufigsten Anzeichen:

  • Erbrechen: manchmal schon kurz nach der Aufnahme.
  • Durchfall: kann mild sein, aber auch stark, manchmal mit Schleim oder Blut.
  • Bauchschmerzen / Unwohlsein: der Hund läuft langsamer, nimmt eine gebückte Haltung ein, hat Schwierigkeiten beim Hinlegen oder Aufstehen, oder jault, wenn du den Bauch berührst.
  • Verminderter Appetit: kein Interesse am Futter oder völlige Futterverweigerung.
  • Schlappheit / Lethargie: deutlich weniger aktiv als sonst, keine Lust zum Spielen.
  • Dehydrierung: durch die Kombination aus Erbrechen und Durchfall verliert der Hund Flüssigkeit. Erkennbar an trockener Maulschleimhaut, trockener Nase, eingefallenen Augen oder vermindertem Urinabsatz.
  • Vermehrter Durst / mehr Urinieren: kann ein Hinweis sein, dass die Nieren stärker arbeiten müssen oder bereits leicht geschädigt sind.
  • Schwerere Symptome (selten): bei größerer Aufnahme oder fehlender Behandlung können auch Anzeichen von Leber- oder Nierenschäden, Kreislaufschock oder in sehr ernsten Fällen sogar Tod auftreten.

Auf die Frage, ob Eicheln für Hunde essbar sind, können wir uns alle auf die gleiche Antwort einigen: Nein. Lass deinen Hund keine Eicheln fressen!


Was tun, wenn dein Hund Eicheln gefressen hat?

Wenn du vermutest oder gesehen hast, dass dein Hund Eicheln gefressen hat, solltest du folgende Schritte unternehmen, um so schnell wie möglich zu handeln:

  1. Ruhe bewahren und beobachten
    Versuche herauszufinden, wie viele Eicheln dein Hund gefressen hat, wann es passiert ist und ob es sich um grüne/unreife oder braune/reife Eicheln handelt. Achte darauf, ob bereits Symptome auftreten: Erbrechen, Durchfall, Schlappheit usw.
  2. Weitere Aufnahme verhindern
    Stelle sicher, dass dein Hund keinen Zugang mehr zu Eicheln oder Eichelresten in seiner Umgebung hat (z. B. Garten, Wege). Entferne alle Reste.
  3. Tierarzt kontaktieren
    Rufe deinen Tierarzt oder eine tierärztliche Notfallklinik an. Erkläre so genau wie möglich: Anzahl der Eicheln, Zeitpunkt der Aufnahme, Art der Eicheln (grün/braun) und welche Symptome du bereits beobachtet hast.
  4. Keine Selbstmedikation oder Erbrechen auslösen ohne tierärztlichen Rat
    Versuche nicht, eigenmächtig Erbrechen herbeizuführen. Ohne tierärztliche Empfehlung kann das mehr Schaden anrichten – je nach Situation.
  5. Auf Anzeichen von Dehydrierung achten
    Da Erbrechen und Durchfall Flüssigkeitsverlust verursachen, kontrolliere, ob Nase und Maul trocken wirken, ob das Zahnfleisch trocken ist, ob dein Hund viel trinkt oder weniger uriniert. Besprich dies mit deinem Tierarzt.
  6. Den Anweisungen des Tierarztes folgen
    Der Tierarzt kann empfehlen, den Hund untersuchen zu lassen. Eventuell wird ein Bluttest zur Überprüfung der Leber- und Nierenwerte durchgeführt. Häufig werden Flüssigkeitstherapien verabreicht, Medikamente gegen Erbrechen oder Durchfall gegeben. In schwereren Fällen kann auch eine stationäre Aufnahme notwendig sein, um eine intensivere Behandlung zu gewährleisten.

Mögliches Behandlungs­schema beim Tierarzt

Wenn die Symptome darauf hindeuten, dass dein Hund tatsächlich eine Eichelvergiftung hat, kann der Tierarzt verschiedene Schritte einleiten. Hat der Hund erst kürzlich Eicheln aufgenommen und war das Herrchen oder Frauchen schnell aufmerksam, kann das gezielte Auslösen von Erbrechen (durch den Tierarzt!) helfen, die Aufnahme der Giftstoffe so weit wie möglich zu verringern.

Befinden sich die Eicheln schon länger im Körper des Hundes, kann der Tierarzt Aktivkohle einsetzen. Diese bindet die aufgenommenen Gifte im Magen-Darm-Trakt und verhindert so deren weitere Aufnahme in den Organismus.

Zusätzlich kann der Tierarzt symptomatische Medikamente verschreiben, um die Gesundheit deines Hundes zu stabilisieren. Dazu gehören Schmerzmittel gegen Bauchschmerzen, Mittel gegen Durchfall oder Medikamente zum Schutz der Magen- und Darmschleimhaut.

Was passiert bei schweren Schäden?

  • Röntgenaufnahmen / Diagnostik: wenn ein Verdacht auf eine Blockade oder einen Fremdkörper vorliegt.
  • Chirurgischer Eingriff: wird nur in sehr schweren Fällen durchgeführt, wenn ein Darmverschluss nicht anders behoben werden kann.

Dürfen Hunde andere Naturprodukte fressen, wie zum Beispiel Tannenzapfen?

Vielleicht stellst du dir jetzt die nächste Frage: „Sind Tannenzapfen für Hunde giftig?“
Neben Eicheln begegnen Hunde im Herbst auch Tannenzapfen, Kastanien und Pilzen.

  • Tannenzapfen: sind in der Regel nicht giftig, stellen aber trotzdem ein Risiko dar. Die harten Schuppen können im Rachen oder Darm stecken bleiben – was sehr gefährlich ist.
  • Kastanien: sind ein Sonderfall. Esskastanien (für Menschen nach Zubereitung essbar) sind für Hunde schwer verdaulich. Wilde Kastanien dagegen sind giftig und können ähnliche Beschwerden verursachen wie Eicheln.

Möchtest du wissen, was dein Hund fressen darf und was nicht? Schau dir unsere Übersicht an: Welches Obst und Gemüse dürfen Hunde essen?


Häufig gestellte Fragen über Eicheln und Hunde

Warum fressen Hunde Eicheln?

Viele Hunde tun es aus Neugier oder Langeweile. Manche finden sogar den bitteren Geschmack interessant – besonders junge Hunde, die alles ins Maul nehmen, wie Welpen. Deshalb ist es wichtig, ihnen das schnell abzugewöhnen.

Kann man Eicheln essen?

Für Menschen sind rohe Eicheln ebenfalls ungesund, da sie ebenfalls Tannine enthalten. Nach spezieller Verarbeitung (Einweichen und Kochen) werden sie manchmal genutzt, roh sind sie aber schädlich – sowohl für Mensch als auch Hund.

Darf ein Hund Eicheln fressen?

Nein, absolut nicht. Selbst kleine Mengen können bereits Probleme verursachen. Halte deinen Hund also von Eicheln fern und räume sie in deinem Garten auf. Meide Orte, an denen viele Eicheln liegen, wenn du weißt, dass dein Hund sie gern frisst.

Eicheln gehören zum Herbst – aber nicht in den Magen deines Lieblings. Sie sind giftig und können ernsthafte Beschwerden auslösen, von Bauchschmerzen bis hin zu Leber- und Nierenschäden. Wenn du bemerkst, dass dein Hund Eicheln gefressen hat: Kontaktiere immer deinen Tierarzt.
Genieße deine Herbstspaziergänge, aber behalte deinen Vierbeiner im Auge. So bleibt der Spaziergang für euch beide sicher und schön.

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Geschrieben von: Daphne
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